Geschichte
Die Olympiaregion Seefeld präsentiert:
Olympische Spiele 1964 und 1976 in Seefeld

Bereits zwei Mal war die Olympiaregion Seefeld Austragungsort der Olympischen Winterspiele in den Disziplinen Langlauf und Nordische Kombination.
Zum ersten Mal wurden 1964 die Spiele mit dem Olympischen Feuer in Innsbruck eröffnet. Doch nicht nur für Innsbruck/Seefeld stellte dies eine Premiere dar. Es war das erste Mal, dass das Olympische Feuer entzündet wurde – heute ist die Zeremonie fixer Bestandteil jeder Eröffnungsfeier.
Auch 1976 machten die Olympischen Winterspiele wieder Station in Innsbruck/Seefeld und zogen erneut tausende begeisterte Fans in die Region. Niemand konnte sich dem olympischen Flair entziehen, als der damalige österreichische Bundespräsident Rudolf Kirchschläger die Spiele feierlich eröffnete und die Langläufer und Nordischen Kombinierer dem möglichen Sieg entgegen glitten.
Doch nicht zuletzt die Gastgeber der Region gaben ihr Bestes, um die Tage rund um die Olympischen Spiele zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen und Geschichte zu schreiben. Spezielle Olympia-Angebote wurden zusammen gestellt , die köstlichsten Menüs gekocht – als gelte es Gold in dieser Disziplin zu erreichen. So wie auch heute noch…
Nordische Ski-Weltmeisterschaften in Seefeld 1985
Die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften finden alle zwei Jahre in den
ungeraden Jahren in den Disziplinen des Ski Nordisch (Skilanglauf,
Skispringen und Nordische Kombination) statt. Veranstalter ist der
Weltskiverband FIS.
Im Jahr 1985 war Seefeld der Austragungsort der
Nordischen Ski-Weltmeisterschaften und konnte wieder mit ausgezeichneten
Verhältnissen, wunderschöner Landschaft und perfekten Gastgebern
punkten.
Noch heute erinnert man sich gern an diese Zeit zurück und erzählt sich
beim Aprés Ski die eine oder andere Anekdote. Seit 2004 knüpft man in
der Region mit dem Doppelweltcup der Nordischen Kombination an die
international anerkannten Erfolge an und konnte im Januar 2007 bereits
zum 4. Mal Gastgeber sein.
Toni Seelos – eine Seefelder Skilegende

Mit dem Parallelschwung wurde aus einem einfachen Seefelder Hirten der legendäre Skipionier.
Eines der berühmtesten Kinder der Olympiaregion Seefeld war sicherlich die Skilegende Anton „Toni“ Seelos (1911 - 2006). Nicht zuletzt durch ihn wurde die Region auch in alpinen Bereich ein Geheimtipp und gilt damals wie heute als Treffpunkt zahlreicher illustrer Gäste aus aller Welt.
Mit dem Parallelschwung in "kolossaler Fahrt" ins Ziel...
Der österreichische Skirennläufer und Skitrainer prägte wie kein anderer seiner Zeit den alpinen Skisport. Als vierfacher Skiweltmeister veränderte er den Slalom grundlegend, indem er den herkömmlichen Stemmschwung durch den Parallelschwung ablöste. „In kolossaler Fahrt, in einer wirklich unerhört schnellen Zeit fuhr er zum Sieg.“ So schildern Reporter anno dazumal den Slalomlauf des Weltmeisters. Seelos kam oft über zehn Sekunden vor seinen Gegnern ins Ziel. Wie schaffte der Naturbursch das bloß? Seine bescheidene Antwort:
„Mei Trainingslager isch die Alm, Holzhacken s´beschte Training“.
Mit revolutionärer Technik zum „Fast“ Olympiasieg
Mit seiner revolutionären Technik beherrschte er die internationalen Skiwettbewerbe. Nach vier Weltmeistertiteln wurde ihm ein Olympiaerfolg leider verwehrt, da er als professioneller Skilehrer nicht für die Olympischen Winterspiele zugelassen wurde. So startete er in Garmisch-Partenkirchen lediglich als Vorläufer des ersten Durchganges – und war prompt um 6 Sekunden schneller als der Laufbeste und Olympiasieger!
Entscheidende - Trainer Impulse
1934 übernahm er das Training der Deutschen Christl Cranz und führte sie zum Olympiasieg 1936 und insgesamt zwölf Weltmeistertiteln. Die erfolgreichste Alpinläuferin aller Zeiten, über ihren ersten Trainingskurs bei Toni Seelos: „Zum ersten Mal lernte ich, dass es im Skilauf auch eine Technik gibt. Toni Seelos, ein Meister der modernen Technik, hat dem Skilauf entscheidende Impulse gegeben“. 1937 wurde er erfolgreicher Trainer der französischen Nationalmannschaft.
Leitung der Skischule Seefeld
Bis Anfang der 80er Jahre leitete Seelos, nachdem auch die Olympia-Skisprungschanze benannt ist, die Skischule seines Heimatortes Seefeld. Zahlreiche Schüler- und Schülerinnen übten den Parallelschwung nach der Methode des Meisters und genossen „nebenbei“ Lifestyle und Nachtleben von Seefeld, dem Ort mit der Atmosphäre einer mondänen Tourismusmetropole.
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Bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck war Seefeld der Austragungsort der Langlaufbewerbe
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