Die "olympische" Geschichte

3 x Olympische Spiele in Seefeld - 1964, 1976, 2012

Bereits zwei Mal war Seefeld Austragungsort der Olympischen Winterspiele in den Disziplinen Langlauf und Nordische Kombination. Zum ersten Mal wurden 1964 die Spiele mit dem Olympischen Feuer in Innsbruck eröffnet.
Auch 1976 machten die Olympischen Winterspiele wieder Station in Innsbruck/Seefeld und zogen erneut tausende begeisterte Fans in die Region. Niemand konnte sich dem olympischen Flair entziehen, als die Langläufer und Nordischen Kombinierer dem möglichen Sieg entgegen glitten. Doch nicht zuletzt die Gastgeber der Region gaben ihr Bestes, um die Tage rund um die Olympischen Spiele zu einem unvergesslichen Erlebnis werden zu lassen und Geschichte zu schreiben.

1. Olympische Jugend-Winterspiele 2012

Von 13. – 22. Jänner 2012 finden in Innsbruck und Seefeld die 1. Olympischen Jugend-Winterspiele statt. Exakt 1.058 AthletInnen zwischen 14 und 18 Jahren aus über 70 Nationen treten in 63 Sportbewerben an. Davon finden die Bewerbe Skisprung, Langlauf, Nordische Kombination und Biathlon in Seefelds Nordischem Kompetenzzentrum statt.

Mit der Austragung der 1. Olympischen Jugend-Winterspiele empfangen Seefeld und Innsbruck nach 1964 und 1976 bereits zum dritten Mal die Olympische Familie, was uns sehr stolz macht.

Die einzigartige Infrastruktur der Region ist wie gemacht für die Durchführung eines solch sportlichen Großevents. Erst im Sommer 2010 wurden 2 neue Skisprungschanzen, sowie eine Skirollerstrecke errichtet. Die bereits seit dem Winter 2009/2010 bestehende Biathlonanlage wurde nach neuestem Stand erbaut und bietet perfekte Bedingungen für die Biathlonwettkämpfe. Und nicht nur die Infrastruktur wurde als hervorragend betitelt, auch die Loipenverhältnisse in der Region sind bereits mehrfach vom ADAC Skimagazin mit Top-3-Platzierungen ausgezeichnet worden.

Die 1. Olympischen Jugend-Winterspiele 2012 in Seefeld und Innsbruck sollen als erstes Jugendfest dieser Art ein unvergessliches, gemeinsames Erlebnis für alle Beteiligten werden.


Nordische Ski-Weltmeisterschaften in Seefeld 1985
Im Jahr 1985 war Seefeld der Austragungsort der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften und konnte wieder mit ausgezeichneten Verhältnissen, wunderschöner Landschaft und perfekten Gastgebern punkten. Seit 2004 knüpft man in der Region mit dem Doppel- weltcup der Nordischen Kombination an die international anerkannten Erfolge an, die Veranstaltung ist der sportliche Höhepunkt der Wintersaison mit tausenden begeisterten Zuschauern.

Toni Seelos - ein Skilegende

Eines der berühmtesten Kinder der Olympiaregion Seefeld war sicherlich die Skilegende Anton „Toni“ Seelos (1911 - 2006), der Erfinder des Parallelschwungs. Nicht zuletzt durch ihn wurde die Region auch in alpinen Bereich ein Geheimtipp und gilt damals wie heute als Treffpunkt zahlreicher illustrer Gäste aus aller Welt.

Mit revolutionärer Technik zum „Fast“ Olympiasieg..

Der österreichische Skirennläufer und Skitrainer prägte wie kein anderer seiner Zeit den alpinen Skisport. Als vierfacher Skiweltmeister veränderte er den Slalom grundlegend, indem er den herköm-mlichen Stemmschwung durch den Parallel-schwung ablöste. Ein Olympiaerfolg blieb ihm leider verwehrt, da er als professioneller Skilehrer nicht für die Winterspiele zugelassen wurde. So startete er in Garmisch nur als Vorläufer – und war prompt um 6 Sekunden schneller als der Laufbeste und Olympiasieger!

Entscheidende - Trainer Impulse & Leitung der Skischule Seefeld
1934 übernahm er das Training der Deutschen Christl Cranz und führte sie zum Olympiasieg 1936 und insgesamt zwölf Weltmeistertiteln. 1937 wurde er erfolgreicher Trainer der französischen Nationalmannschaft.
Bis Anfang der 80er Jahre leitete Seelos, nachdem auch die Olympia-Skisprungschanze benannt ist, die Skischule seines Heimatortes Seefeld. Zahlreiche SchülerInnen übten den Parallelschwung nach der Methode des Meisters und genossen „nebenbei“ Lifestyle und Nachtleben von Seefeld, der mondänen Tourismusmetropole.