Kulturwanderweg / Reith

Historische Denkmäler und Kultur in Reith

Station 1: Informationsbüro Reith:

Reith wurde urkundlich erstmals 1095 erwähnt, 1157 schenkte Graf Berchtold von Andechs dem Kloster Benediktbeuren ein Stück des sogenannten Scharnitzwaldes, das heutige Reith. Die Mönche begannen das Gebiet zu roden, daher stammt auch der Name Reith.
Hier finden Sie beim Informationsbüro auf der Infotafel einen kleinen, geschichtlichen Abriss unserer Gemeinde sowie eine Erklärung des Reither Gemeindewappens.

Station 2: Musikplatzl

In den Jahren 1914 bis 1918 mussten alle wehrfähigen Männer an die Front. 13 Reither sind aus dem 1. Weltkrieg nicht heimgekehrt. Während des 2. Weltkrieges (1939-1945) sind 15 aus unserer Gemeinde gefallen. Mit dem Ende des Krieges ist die völlige Zerstörung des Dorfes verbunden. Es wurden 6 schwere Bombenangriffe auf unser Dorf geflogen, um die Eisenbahn- brücke über den Gurgelbach zu zerstören. Das Bombenjahr 1945 - ein Katastrophenjahr für Reith... 22 Häuser wurden total zerstört, weitere 12 Häuser sowie die Kirche und Schule wurden schwer beschädigt. Erst nach dem Wiederaufbau erfuhr das Ortsbild wesentliche Änderungen, da auch einige Aussiedlungen aus dem beengten Dorf vorgenommen wurden.

Station 3: Sunnroanweg:

Die Karwendelbahn wurde nach den Plänen des Innsbrucker Architekten Josef Riehl gebaut und gilt noch heute, der großartigen Brücken- und Tunnelbauten wegen, als Meisterstück damaliger Ingenieurkunst. Unser Ort liegt in unverwechselbarer Umgebung am so genannten "Sunnroan" (Sonnenhang). Genießen Sie von hier aus den wunderbaren Blick über das Inntal...

Station 4: Die Pfarrkirche:

Seit 1391 ist die Kirche in Reith als St. Nikolaus Kirchlein bekannt. Der Kirchenpatron, der Heilige Nikolaus, wird von den Dorfbewohnern bis heute hoch verehrt. Der Neubau des Langhauses und Turmes erfolgte in den Jahren 1832-1835, beim Großbrand 1892 wurde die Kirche mit dem gesamten Dorf völlig eingeäschert.  Im Zuge des Wiederaufbaues entstanden die  besoners schönen Wandmalereien im Inneren (1911-1921). Nach  der schweren Beschädigung der Kirche durch die Fliegerangriffe 1945 konnte der nochmalige  Wiederaufbau im Jahr 1950 im Wesentlichen abgeschlossen werden. 1989/90 wurde das Kircheinnere umfassend renoviert und erstrahlt heute wieder in vollem Glanz.

Station 5: Der Meilenstein:

Im Jahr 1703 plünderten bayrische Soldaten unser Dorf und schlugen die geschnitzte Figur des Kirchenpatrons des heiligen Nikolaus vom Sockel. Seit dieser Zeit steht der Meilenstein als "Mahnmal" hier allein. Der Meilenstein befindet sich auf der Dorfstraße in Richtung Leithen bei einer Weggabelung rechts in Richtung Meilerhof.

Station 6: Unsere Frau:

Genau an der Obergrenze zwischen Zirl und Leithen stand seit undenklichen Zeiten ein Bildstock mit einem wunderschönen geschnitzten Madonnenbild. Nach 1900 drohte das hölzerne Marterl zu verfallen. Die Jungbauern von Leithen errichteten die heutige gemauerte Säule. Einer wollte das Schnitzwerk mit seinem Messer untersuchen, doch es floss Blut aus dem Holz und sogleich ließ er von seinem Vorhaben ab. Leider wurde diese Madonna mit dem Kind 1972 gestohlen.

Station 7: Kapelle zum Hl. Magnus:

Die "St. Magnus-Kapelle" in Leithen stand mitten im Dörfl neben einem Meilenstein und soll der Überlieferung nach älter als die Kirche in Reith gewesen sein. Die Kapelle wurde 1980 abgebrochen und in der ursprünglichen Form 50 m nördlich auf die Anhöhe versetzt. Der Tag des Heiligen Magnus, der 6. September, ist seit jeher der Leithner Kirchtag.

Station 8: Gasthof Hirschen:

In Reith gibt es Wirtshäuser mit Tradition und eines davon ist der Gasthof "Hirschen" in Leithen. Ein echtes "Tiroler Wirtshaus" in dem Ihnen Gerichte mit  Produkte vom eigenen Hof serviert werden.

Station 9: Das Riesenhaus:

Der Sage nach soll der Riese Thyrsus zu der Pestzeit einmal schwer erkrankt sein. Um die übrigen Dorfbewohner nicht anzustecken, habe er sich im Gewölbekeller seines Hauses verkrochen. (Bei der Straßenverbreiterung nach dem 2. Weltkrieg wurde ein solcher an der Ortsdurchfahrt am Riesenhaus abgetragen.) Er ließ sich die Nahrung durch das Kellerfenster reichen, sei wieder genesen, und Leithen sei von der Seuche verschont geblieben.

Station 10: Die Pestsäule:

Am Ortsrand von Leithen Richtung Reith steht eine Säule aus dem Jahr 1637, auf der Bilder der Kreuzigung Christi und von Pestheiligen zu erkennen sind. Sie erinnert an die Zeit des 30- jährigen Krieges, in der durchziehende Truppen die Pest ins Land einschleppten, welche die folgenden 3 Jahre weitum fürchterlich wütete. Ein wohlhabender Innsbrucker Kaufmann flüchtete mit seiner Familie nach Leithen., wo er schwer erkrankte. Er schwor, im Falle seiner Genesung einen Bildstock zu errichten; sein Versprechen löste er nach überstandener Krankheit auch ein.


Nähere Informationen:
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