Seekirchl und Pfarrkirche St. Oswald

Das Seekirchl

Seekirchl historisch

Mit der Erbauung des Wahrzeichens von Seefeld, dem Seekirchl, auch Heiligkreuzkirche genannt, wurde 1629 von Erzherzog Leopold V begonnen und 1666 vollendet. Das Seekirchl stand damals inmitten des von  Herzog Sigmund dem Münzreichen im 15 Jhdt. angelegten Kreuzsees, welcher 1808 abgelassen wurde.
Das Kirchlein ist einer der in Tirol seltenen, achteckigen barocken Zentralbaue mit Kuppel.
Errichtet wurde es vom berühmten Innsbrucker Hofbaumeister Christoph Gumpp, das spätgotische Kreuz am Hauptaltar und die Fresken zeugen von der Bedeutung der 2. Wallfahrtskirche in Seefeld in früheren Jahrhunderten.

Den ganzen Sommer (generell Pfingsten bis Mitte September) über werden jeweils  Sonntags  um 11.00 Uhr evangelische Messen im Seekirchl abgehalten.

Pfarrkirche St. Oswald

Im Zentrum von Seefeld befindet sich die Wallfahrtskirche, welche St. Oswald geweiht ist. Erste historische Aufzeichnungen stammen aus dem Jahre 1263. Zu einer der berühmtesten Wallfahrtsstätten Tirols wurde die Kirche durch das sogenannte "Hostienwunder" im Jahr 1384.
Der Legende nach forderte Oswald Milser von der Grenzfeste Schlossberg während der Messe eine größere Hostie als für die "gemeinen Leit". Als er jene bekam, färbte sich die Hostie blutrot und sowohl der Stein, auf dem er kniete, wie auch der Altarstein, an dem er sich festhalten wollte, sanken ein. Der Abdruck seiner Hand ist heute noch zu sehen. Durch den auf diese Begebenheit  folgenden Zustrom von Wallfahrern wurde die Kirche 1425 im Auftrag von Herzog Friedrich mit der leeren Tasche erweitert und 1474 unter Sigmund dem Münzreichen fertig gestellt.

St. Oswald zählt zu den schönsten spätgotischen Kirchenbauten Tirols, das wunderbare Tympanonrelief entlang des Hauptportals erzählt die Geschichte des Hostienwunders, das dreischiffige Innere bietet einige Kostbarkeiten, wie die Fresken aus dem 15. Jhdt., die Kanzel mit Flachschnitzereien aus dem  Jahr 1524, wertvolle Schreinfiguren, einen gotischen Taufstein und das berühmte Tafelbild von Jörg Kölderer aus dem Jahr 1502.

Kaiser Karl IV. passte die Renaissance-Ausstattung der "Blutskapelle", jenem Teil der Pfarrkirche, welcher zur Aufbewahrung der Wunderhostie diente, dem Kunstgeschmack der Barockzeit an, mit Stukkaturen und Deckenfresco von Josef Anton Puelacher.

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