Gipfelkreuz

Gipfelwanderungen

Gehrenspitze, 2.367 m

Adler, Murmeltier und Edelweiß inmitten der Bergwelt Wetterstein

Strecke: Leutasch/Parkplatz Stupfer – Wettersteinhütte – Wangalm – Erinnerungshütte – Scharnitzjoch – Gehrenspitze, Rückweg entweder der selbe Weg oder Puittal – Leutasch Lehner
Höhenunterschied: 1.250 m bis zur Gehrenspitze
Gehzeiten: Aufstieg etwa 3 ½ Stunden, Abstieg ca. 2 Stunden, Gesamtzeit ca. 5 ½ Stunden
Schwierigkeit/Anforderungen: sehr angspruchsvoll, daher ausgezeichnete Kondition, perfekte
Trittsicherheit, Schwindelfreiheit
 
Die Wanderung auf die Gehrenspitze zählt zu einer der beliebtesten im Leutaschtal und ist nur für ambitionierte Wanderer geeignet. Vom Parkplatz Stupfer nach dem Ortsteil Leutasch Klamm hinter der Mautstelle Gaistal führt uns ein gut ausgebauter Waldweg hoch bis zum Scharnitzbach. Von dort aus können wir wahlweise über einen Steig zur Wettersteinhütte oder direkt über den Fuhrweg zur Wangalm wandern. Weiter geht es durch das Scharnitztal zum Scharnitzjoch (2.048 m) und der nicht bewirtschafteten Erinnerungshütte. Der Markierung folgend gelangen wir auf die Gehrenspitze, wo wir beim Gipfelkreuz die Gelegenheit haben, uns im aufliegenden Gipfelbuch zu verewigen. Mit geübtem Blick können wir immer wieder Gemsen oder „Murmelen“ beobachten, deren Lebensraum sich hier oben befindet. Beim Abstieg wählen wir zwischen dem selben Weg wie beim Aufstieg oder wandern vom Scharnitzjoch durch das Puittal, einer sanften Almlandschaft, zum Ortsteil Lehner. Eine wunderschöne Tour mit einem überwältigenden Panoramablick auf die Olympiaregion Seefeld.

Pleisenhütte und Pleisenspitze

Wandern im Reich des Karwendels

Strecke: Scharnitz 964 m, Pleisenhütte 1757 m, Pleisenspitze 2569 m
Höhenunterschied: zur Hütte 800 Hm, von dort zum Gipfel 810 Hm
Gehzeit: Scharnitz – Pleisenhütte: gut 2,5 h, von dort auf die Pleisenspitze 2,5 h
Schwierigkeit/Anforderungen: zur Hütte Wanderung ohne anspruchsvolle Stellen;
zum Gipfel hochalpine Bergtour, Trittsicherheit und gute Kondition erforderlich
 
Von Seefeld aus kommend im Ort Scharnitz angelangt, zweigen wir bei der Kirche rechts ab und gelangen nach ca. einem Kilometer auf der Hinterautalstraße zur Isarbrücke am südöstlichen Ortsende, wo ein Parkplatz gegen Gebühr zur Verfügung steht. Von dort aus wandern wir durchs Hinterautal an der Isar entlang bis zum Gasthof Wiesenhof (Mittwoch Ruhetag), wo es links auf einem Forstweg und durch weiträumige Wälder weiter zum Bergfuß geht. Dort angekommen biegen wir schräg nach rechts ab und erreichen durch einen Latschenhang hinaus die Pleisenhütte auf 1.757 m, die mit herrlicher, südseitiger Sonnenterasse zur Rast einlädt. Der mittlerweile verstorbene Hüttenwirt Toni Gaugg hat sie nach dem Krieg ganz alleine und ohne Forststraße erbaut – eine bewundernswerte Leistung. Auch war er es, der einige Höhlen in der Umgebung entdeckt hat, wovon eine heute als Wasserreservoir für die Hütte dient. Heute wird die Hütte liebevoll von Tonis Sohn mit seiner Familie bewirtschaftet. Ungehindert kann man von der Pleisenhütte auf die acht umliegenden Gebirgsketten wie zum Beispiel zu den Mieminger Bergen, im Süden auf die Karwendelgipfel der Gleirsch- und Inntalkette blicken. Besonders schön anzuschauen sind aber die bis zu 900 m hohen Nordwände von Hochgleirsch, Jägerkar- und Praxmarerkarspitze, die gleich gegenüber aufragen. Wanderer mit guter Kondition setzen den Aufstieg bis auf die Pleisenspitze fort. Hinter der Hütte schräg empor geht es ins Vorderkar durch eine interessante Karstlandschaft mit diversen Schachthöhlen. Von dort nach rechts auf den Pleisen, dann westlich neben dem Grad empor gelangen wir auf den gewaltigen Gipfel mit grandioser Aussicht: im Westen und Norden kann man die Nördliche Karwendelkette vollständig überblicken!

Über die Rauthhütte auf die Hohe Munde, 2.592 m

Fernsicht auf die Hohe Munde - Hausberg von Telfs

Strecke: Parkplatz Mundelift – Rauthhütte – Jöchl – Zugspitzblick – Ostgipfel der Hohen Munde
Höhenunterschied: 1.430 Hm
Gehzeit: bis zur Rauthhütte ca. 1 Stunde, bis zum Ostgipfel der Hohen Munde ca. 4 Stunden
Schwierigkeit/Anforderungen: anspruchsvolle Bergtour, gute Kondition, Trittsicherheit
 
Über Seefeld, Oberleutasch und Telfs dominiert die Hohe Munde, ein mächtiger Berg von ungewöhnlicher Form, auf dem schon Felix Mitterers Stück „Munde“ zur Aufführung kam. Sie bildet das Ostende der Mieminger Kette und kann vom Leutascher Ortsteil Moos aus über die Rauthhütte bestiegen werden. Wir beginnen die Wanderung am Parkplatz des Mundelifts in Leutasch-Moos. Zunächst geht es ca. eine Stunde lang auf einem ausgeschilderten, sonnigen Weg zu Rauthhütte (kein Ruhetag) auf 1.605 m. Von hier aus können wir bei schönem Wetter Drachenflieger beobachten und haben einen Ausblick auf das 16 km lange Leutaschtal. Nach einer möglichen Stärkung auf der Hütte erwartet uns der Anstieg auf den Ostgipfel der Hohen Munde - dem Hausberg von Telfs, der drittgrößten Gemeinde Tirols. Auf dem Weg Nr. 8 geht es zunächst über Weideflächen empor, bevor wir im Latschengürtel den Aussichtspunkt „Zugspitzblick“ erreichen, von wo aus wir den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze bewundern können. Demselben Weg folgend kommen wir über schottriges und alpines Gelände auf den Ostgipfel (2.592 m). Wir finden uns auf einer riesigen Karstfläche wieder, von wo aus wir die firnbedeckten Zentralalpen und das Karwendelgebirge im Blick haben. Um die Berge richtig genießen zu können, ist für diese mittelschwere Wanderung gute Kondition unabdingbar.

Rotmoosalm und Predigtstuhl, 2.234 m

Hoch auf den gewaltigen Felswänden des Wettersteingebirges

Strecke: Salzbach Parkplatz Gaistal - Leutasch, 1.136 m, Rotmoosalm 1.904 m, Predigtstuhl 2.234 m
Höhenunterschied: 1.010 Hm
Gehzeit: Salzbach – Rotmoosalm 2 ¼ Stunden, von dort auf den Gipfel 1 Stunde, Gesamt: ca. 5 Stunden
Schwierigkeit/Anforderungen: anspruchsvoll, gute Kondition, Trittsicherheit
 
In der Leutasch, vom Ortsteil Klamm ausgehend, kommen wir nach ca. 3 Kilometern zum Parkplatz Gaistal an der Salzbachbrücke. Dort angelangt wandern wir knapp 15 Minuten taleinwärts bis zu einer Wegverzweigung, wo man den oberen Weg wählt. Bei einer weiteren Kreuzung links abbiegend führt uns der Weg mit einem nur leichten Anstieg durch freie Almwiesen und später durch leicht bewaldetes Gebiet zum Leitenbach. Über einen Steig gelangen wir auf einen Almweg und weiter zum ersten Zwischenziel - die bewirtschaftete Rotmoosalm. Über saftig grüne Grashänge nach Westen kommen wir auf einen bewachsenen Sattel, von wo aus wir nach Süden schwenken und zwischen schroffen Felsen zum Predigtstuhl, der schönsten Aussichtskanzel der Region gelangen. Achtung: auf dem Berggipfel ist Trittsicherheit gefordert.

Über die Seefelder Spitze, 2.220 m

Mit grandiosem Karwendelblick dem Himmel nah

Strecke: Seefeld - Bergbahn Rosshütte – Seefelder Joch – Seefelder Spitze – Reither Kar – Reither Joch – Härmelekopf
Höhenunterschied: insgesamt 230 Hm
Gehzeit: Seefelder Joch – Seefelder Spitze 40 min, weiter zum Harmeler: 1 ¼ Stunde
Gesamtzeit: 2 Stunden
Schwierigkeit/Anforderungen: anspruchsvoll, gute Kondition
 
Den Start dieser Wanderung bilden die Bergbahnen Rosshütte. An der Talstation der Standseilbahn, die unmittelbar nach der Umfahrungsstraße im Osten von Seefeld zu finden ist, steigen wir in die Standseilbahn und fahren auf die Bergstation, von wo aus wir die dortige Gondelbahn, nutzen um auf das Seefelder Joch auf 2.060 m zu kommen. Auf dem anfangs breiten Grasrücken wandern wir in Richtung Süden und kommen über einen schmäleren Grat zu Seefelder Spitze auf 2.220 m, wo sich Bergdohlen rund um die eintreffenden Wanderer tummeln. Nun führt ein anspruchsvoller Steig knapp rechts des Südgrates in teilweise leicht schrofigem Gelände abwärts, in einer Lücke auf die andere Gratseite und hinab ins „Törl“ auf 2.122 m. Sich rechts haltend kommen wir bergabwärts zu einer Wegverzweigung. Am Felsfuß entlang nach links kommen wir über einige Felsen ins Reither Joch. Dort wählen wir den Steig nach Nordwesten und kommen schräg durch steile Hänge hinab zur Bergstation Härmele auf 2.034 m, von wo aus wir mit der Gondel, hoch über dem Hermannstal zurück zur Bergstation Rosshütte gelangen. Dort wählen wir entweder den Fußweg zurück ins Tal oder nutzen ein zweites Mal die Standseilbahn zur Talstation. Diese Wanderung bietet atemberaubende Tiefblicke, sowie ein weites Gipfelpanorama über die Bergwelt rund um Seefeld.



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