Kultur und Natur

Kultur- und Naturwanderungen

Bienenlehrpfad

Der Natur auf der Spur

Strecke: Kneippanlage St. Florian in Reith – Bienenhotel – Ichthyolwerk
Gehzeit: ca. 45 min
Schwierigkeit: leicht, mit Kinderwagen begehbar
 
Der Reither Bienenlehrpfad gewährt einen Einblick in das geheimnisvolle Leben der Honigbienen. Schon an der ersten Station (von Reith in Richtung Seefeld) der Kneippanlage St. Florian in Reith, die zur Erfrischung an heißen Sommertagen einlädt, erfahren wir Interessantes zur Volksgemeinschaft der kleinen „Honiglieferanten“. Von hier ausgehend wandern wir gemütlich auf einem beschaulichen, auch für Kinderwägen bestens geeigneten Waldweg in Richtung Niederbach und Ichthyolwerk, der Endstation des Bienenlehrpfades. Bis wir dort angelangt sind, passieren wir insgesamt neun Stationen, die über die Biene informieren. Einige Bänke auf dem Weg laden immer wieder zum Verweilen und Genießen der wunderschönen Natur ein. Kurz bevor wir den Niederbach erreichen, treffen wir auf den Höhepunkt der Wanderung – das erste „Bienenhotel“ Österreichs. Es bietet einen praktischen und lebensnahen Einblick in bevölkerte Stöcke mit individuellen Behausungen für verschiedene Bienenarten. Auf Anfrage beim Informationsbüro Reith werden auch Führungen von einem echten Imker angeboten, der mit Hilfe von Lehrtafeln und Imkereigeräten die Besonderheiten der verschiedenen Bienenarten erklärt. Unter anderem kann bei dieser Führung durch ein Glasfenster das bunte Treiben im Bienenhotel beobachtet werden. Spannende Naturkunde für die ganze Familie ist garantiert!

Weitere Informationen zum Bienenlehrpfad...

Friedenswanderung und Friedensglocke Mösern

7 Stationen am Friedenswanderweg zur Friedensglocke des Alpenraums

Strecke: Seewaldalm-Parkplatz – Möserer See – Friedensglocke
Gehzeit: ca. 90 min
Schwierigkeit: leicht
 
Die Friedensglocke auf dem äußeren Westhügel von Mösern, dem Schwalbennest Tirols, bietet als größte Glocke Tirols einen imposanten Anblick mit einem herrlichen Panoramablick über das Tiroler Inntal. Frei in einer grandiosen Alpenlandschaft stehend, erklingt sie täglich um 17.00 Uhr und ist dabei bis weit ins Tiroler Oberland zu hören.
Als Einstimmung auf dieses außergewöhnliche Erlebnis dient der Friedenswanderweg mit insgesamt 7 Stationen, die Anregungen zur Selbstbesinnung und zum Nachdenken bieten. Der Weg endet bei der Friedensglocke des Alpenraumes, deren gehaltvolle Botschaft von Frieden und guter Nachbarschaft auf dem Weg zum Ziel innerlich vorbereitet und vertieft werden kann.
Ausgehend vom Parkplatz Seewald-Alm kurz vor Mösern erleben wir auf einem ca. 90 min dauernden Fußweg die sieben markanten Standorte.
Von der ersten Station - Aufbrechen „Friede braucht Weg und Mühe“ gehen wir weiter in Richtung Mösern und kommen nach ca. 15 Gehminuten zur Station - Schauen und Staunen - „Friede wächst durch Dankbarkeit und Lob“ in Nähe des Hotel Garni Olympia in Mösern. Weiter geht es zum idyllisch gelegenen Möserer See, wo es bei der Umrundung heißt - Des Menschen Seele gleicht dem Wasser - „Friede braucht Ruhe und Aktion“. Am Weg zur nächsten Station - Enge und Ängste - „Friede lebt vom gütigen Umgang mit Grenzen“ verlassen wir den Rundweg um den See in Richtung dem Hotel Tyrol im Möserer Ortszentrum. Am Hotel Tyrol vorbei folgen wir der Straße bis zum Gasthof Menthof, wo wir bei der Tafel - Weitblick und Verantwortung - „Friede ist Verantwortung für das Ganze“ inne halten. Von dort aus genießen wir zum ersten Mal den wunderschönen Blick über das Inntal, umrahmt von Gebirgen, durchquert vom Fluss Inn. Weiter geht es in Richtung dem Möserer Kirchl „Maria Heimsuchung“, wo die Station – Werte und Familie – „Friede beginnt im überschaubaren Kleinen“ zum Nachdenken einlädt. Von dort aus sind es nur mehr wenige Minuten bis zur Friedensglocke, dem Höhepunkt der Wanderung, wo die Tafel zum Thema - Friede sei ihr erstes Geläute - „Friede ist eine lebendige Schwingung“ berührt.

Weitere Informationen zur Friedensglocke...

Kulturwanderweg Reith

Strecke: Informationsbüro Reith – Sonnrainweg – Musikpavillon – Reither Pfarrkirche – Unsere Frau – Kapelle zum Hl. Magnus – Gasthof Hirschen – Riesenhaus – Informationsbüro Reith
Gehzeit: ca. 1 Stunde
Schwierigkeit: leicht
 
Der Reither Kulturwanderweg führt uns von Reith nach Leithen und wieder retour. Auf der Wanderung entdecken wir historische Denkmäler und lernen ihre Geschichte kennen. Am Ausgangspunkt - dem Informationsbüro Reith - hat man einen ausgezeichneten Blick auf die über 90 Jahre alte Karwendelbahn, die noch heute als Meisterstück der Ingenieurkunst gilt. Von dort aus folgen wir der Römerstraße weiter und biegen rechts in den Sonnrainweg ab. Rechter Hand gelangen wir zum Reither Dorfplatz mit dem geschichtsträchtigen Musikpavillon, das für seine Blumen-Gestaltung bereits zwei Mal zum Landessieger gekürt wurde. Doch auch der Sonnrainweg selbst stellt eine Attraktion für sich dar. Man genießt von dort aus einen herrlichen Blick über das Inntal. Dem Sonnrainweg entlang gehend trifft man linker Hand auf die Reither Pfarrkirche, die dem Heiligen St. Nikolaus als Reither Dorfpatron geweiht ist. Wieder zurück auf den Römerweg gelangt, kommen wir zum Reither Meilenstein, ein Mahnmal zum Gedenk an die Plünderung bayrischer Soldaten um 1700. Wir folgen der Straße weiter bis zur Abzweigung Kalktalweg. Genau an der Obergrenze zwischen Zirl und Leithen stand seit ewigen Zeiten ein Bildstock mit einem wunderschönen, geschnitzten Madonnenbild, in Reith liebevoll „Unsere Frau“ genannt. Leider wurde diese Madonna 1972 gestohlen. Nach Besichtigung der Säule machen wir kehrt und gehen ein kurzes Stück zurück, bevor wir in den Kobesbichlweg abbiegen, wo sich die Kapelle zum Heiligen Magnus befindet. Der Überlieferung nach soll sie älter als die Pfarrkirche sein. Seit jeher ist der Tag des Heiligen Magnus am 6. September der Kirchtag der Leithener. Seinen Hunger kann man gleich neben der Kapelle im Gasthof Hirschen, einem echten Tiroler Wirtshaus mit langer Tradition, stillen. Es werden Produkte vom eigenen Hof serviert – ein echter kulinarischer Genuss. Das Riesenhaus, worin der Legende nach der Riese Thyrsus gelebt haben soll, befindet sich auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Die letzte Station befindet sich am Ortsrand von Leithen direkt am Fußweg zwischen Leithen und Reith. Dabei handelt es sich um die Pestsäule, auf der die Kreuzigung von Pestheiligen zu sehen ist. Sie erinnert an die Zeit des 30-jährigen Krieges, in der durchziehende Truppen die Pest ins Land brachten. Ein wohlhabender Innsbrucker floh mit seiner Familie nach Leithen. Er erkrankte schwer, schwor aber im Falle seiner Genesung einen Bildstock zu errichten, der noch heute an die damalige Zeit erinnert. Zurück zum Ausgangspunkt beim Informationsbüro Reith gelangen wir, indem wir den Leithener Wiesenweg zurück auf die Römerstraße spazieren.

Weitere Informationen zum Kulturwanderweg...

Porta Claudia in Scharnitz

Strecke: Scharnitz
Gehzeit: ca. 1,5 Stunden hin und retour
Schwierigkeit: leicht, für Kinderwägen nicht geeignet
 
Claudia de Medici, die Witwe des Tiroler Landesfürsten Erzherzog Leopold vollendete das Werk ihres Gatten nach seinem Tod, indem sie im 17. Jahrhundert die Porta Claudia als Schutz des Landes im 30-jährigen Krieg errichten ließ. Es wurde während des Krieges zwar nicht angegriffen, später jedoch trotzdem unter Kaiserin Maria Theresia ausgebaut. Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Bau durch Kaiser Josef II wiederum erweitert – und steht teilweise heute noch. Bis zu sechs Meter hohe Mauern mit Schießscharten, zum Teil schon zerfallene und überwucherte Vorwerke, große Gewölbe, ein Wassergraben, Wälle usw. lassen noch heute die Mächtigkeit der Festung, die auch im Wappen der Gemeinde Scharnitz zu sehen ist, erkennen.
 
Am besten erreichen wir die Porta Claudia über den Kalvarienberg. Von Seefeld aus kommend besteht eine Parkmöglichkeit am öffentlichen Karwendelparkplatz, rechts von der Pfarrkirche in Scharnitz. Dort startend gehen wir zurück zur Pfarrkirche und überqueren die Straße in den Ortsteil Bühel in Richtung Felsen zum Kalvarienberg. Oben am Kalvarienberg rechts führt uns der Weg direkt zur ehemaligen Festung. Am untersten Weg über das Malegg kommen wir durch den restaurierten Torbogen und über einen kleinen Steig entlang der Isar zurück zum Ortsteil Bühel. Eine kleine Zeitreise in die Geschichte des Landes Tirol.
 
Auf Wunsch organisiert das Infobüro Scharnitz (Tel.: +43 50 880-40) auch gerne einen ortskundigen Führer, der Sie auf die Porta Claudia begleitet und Ihnen Wissenswertes über dieses imposante Bauwerk erzählt.

Weitere Informationen zur Porta Claudia...
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