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ADAM MALYSZ: ERNINNERUNGEN KEHREN ZURÜCK

Adam Małysz gehört zu den erfolgreichsten Sportlern in der Geschichte des Skispringens. Allein sechs Medaillen konnte er bei Weltmeisterschaften gewinnen, 2003 wurde er sogar Doppelweltmeister. Nach seinem Rücktritt aus dem Skisprungsport war der Pole zunächst als Rallyefahrer unterwegs. Seit einigen Jahren ist er nun als Sportdirektor und Koordinator für den polnischen Skiverband tätig. Kurz vor der ersten WM-Entscheidung im Skispringen erzählte der 41-Jährige von seinen Aufgaben im polnischen Team, erinnerte sich an seine Erfolge zurück und verriet uns, dass mit den Österreichern am Bergisel zu rechnen ist.

Was für ein Gefühl ist es, bei der WM nun nicht mehr als Aktiver, sondern in leitender Funktion dabei zu sein?

„Ich war ja schon 2017 in Lahti als Funktionär dabei. Es ist also nichts Neues, macht aber immer wieder Spaß bei so einem Großereignis dabei zu sein. Ich bin als Sportler zwar nicht mehr aktiv, fühle mich aber wohl in meiner unterstützenden Funktion und bin dem Skispringen weiterhin eng verbunden. Jeder Erfolg unserer Jungs macht mich unglaublich stolz.“ 

Was sind Ihre Aufgaben als Sportdirektor und Koordinator?

Im polnischen Skiverband bin ich für die Spezialspringer und die Nordischen Kombinierer verantwortlich, also insgesamt für drei Gruppen: die Damen und Herren im Skispringen sowie die Herren in der Kombination. Da gibt es immer viele Verpflichtungen. Als wir in Österreich ankamen, hatte ich alle Hände voll zu tun. Der erste Tag hier in Tirol war organisatorischen Aufgaben gewidmet. Ich musste die Akkreditierungen und die Parkplatzberechtigungen abholen, unsere Funkverbindung kontrollieren und so weiter… 

Sie standen bei Weltmeisterschaften oft auf dem Podium. Erinnert man sich dann besonders intensiv? 

Eine WM ist immer etwas ganz Besonderes und die Erinnerungen daran bleiben natürlich ewig. Bei Olympia ist es mir nie gelungen, eine Medaille zu erkämpfen, aber von den Weltmeisterschaften habe ich doch einige mitgebracht. Der Bergisel in Innsbruck gehörte immer zu meinen Lieblingsschanzen. Deshalb freue ich mich, dass ich wieder hier bin und die Erinnerungen besonders intensiv zu spüren sind.

Die Schanze am Bergisel ist technisch recht anspruchsvoll. Wen zählen Sie zu den Favoriten?

Es gibt mehrere Medaillenanwärter. Auf jeden Fall gehört Ryoyu Kobayashi dazu, der führt ja auch im Weltcup. Unsere Mannschaft ist ebenfalls sehr stark, vor allem Kamil Stoch, Piotr Żyła und Dawid Kubacki. Nicht zu vergessen der Deutsche Markus Eisenbichler, der auf hohem Niveau springt - allerdings schleichen sich bei ihm manchmal Fehler ein. Und natürlich muss man mit den Österreichern rechnen! Stefan Kraft ist einer der größten Favoriten für den Sieg. Er kennt die Schanze sehr gut und kann sich der Unterstützung der österreichischen Fans sicher sein.  

Außer Ihnen haben es bisher nur vier weitere Skispringer geschafft, Doppel-Weltmeister zu werden. Was ist das für ein Gefühl, diesem Kreis anzugehören? 

Ein wunderbares, das lange anhält! So etwas zu erreichen, ist ja nicht einfach. Man muss wirklich in richtig guter Form sein. Es geht nicht nur um gute Sprünge, auch die Bedingungen müssen stimmen, man muss gut geschlafen haben und, und, und…Erst wenn das alles passt, kann man alles geben. Und das Gefühl, dass es wie am Schnürchen läuft, gibt dann nochmal richtig Energie. 

Nach seiner erfolgreichen Saison 2016/2017 hat Stefan Kraft gesagt, er sei stolz, nun zum gleichen Kreis zu gehören wie sein großes Idol Adam Malysz. Sind Sie schon an solche Vergleiche gewöhnt?

Es ist immer noch sehr schön, solche Worte zu hören und macht mich stolz. Dass so viele Springer in mir ein Vorbild gesehen haben, jetzt selbst Medaillen gewinnen und zu Idolen geworden sind, ist großartig.