Kapellen
Die Kapelle in den Öfen wurde erstmals kurz vor 1800 erbaut und sie ist dem Hl. Josef geweiht. Im Gegensatz zu allen anderen Leutascher Kapellen gehört die kleine, offene St. Josefs Kapelle zu keinem Weiler. Ihr Name, St. Josefs Kapelle in den Öfen, gibt auch Auskunft über ihren geologisch interessanten Standort: In den Öfen heißt es auf dem Weg ins Gaistal, da die Ache in das Nagelfluhgestein der Talenge ofenartige Höhlungen gefressen hat.
Im Jahr 1959 war die Kapelle in den Öfen der nahezu unaufhaltsamen Kraft des Wassers ausgeliefert: Nach mehrtägigem Dauerregen wurden durch das Hochwasser die etwas über dem Straßenniveau liegende Kapelle und die Straße weggerissen. Die Ache breitete sich in der ganzen Felsenge aus, sodass kein Weg mehr ins Gaistal führte. Nach dem Hochwasser wurde nicht nur die Straße, sondern auch die Kapelle am anderen Ufer neu errichtet.
Am Josefitag, dem Tiroler Landesfeiertag am 19. März, wird in der Kapelle jedes Jahr ein Rosenkranz gebetet.
Oberhalb der St. Josefs Kapelle findet man auch eine Kreuzigungsgruppe sowie eine alte Tafel mit der Martinslegende. Über deren Geschichte und Ursprung ist leider nichts bekannt.







