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Mittelschüler:innen pitchen ihre Zukunftsideen für die Region Seefeld
Vision 2040
Kurz vor Schuljahresende fand das erste Jahr der neuen Kooperation zwischen dem TVB und der Mitteschule Seefeld seinen gelungenen Abschluss. Beim Design Jam erarbeiteten die Schüler:innen ihre Vision für Tirols Hochplateau im Jahr 2040 und stellten diese in 90-Sekunden-Pitches einer fünfköpfigen Jury vor. Vom regionalen Food-Truck, der lokale Produkte in jungen Gerichten anbietet, über einen grünen Energiekreislauf für die Schule bis hin zur Wochenplan-App, die ihren Nutzer:innen jeden Tag ein weniger bekanntes Ausflugsziel in der Region vorstellt, waren viele spannende Ideen dabei.
Die Schüler:innen der 4. Klassen hatten sich bereits das gesamte Schuljahr über intensiv mit dem TVB, der Bedeutung des Tourismus für die Region, aber auch mit Fragen der Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit von Tirols Hochplateau beschäftigt. Nun trafen sie sich ein letztes Mal in der Mittelschule Seefeld, um in der finalen Design Jam ihre Visionen für ihre Heimat im Jahr 2040 zu entwickeln und zu präsentieren. Mit dabei waren diesmal auch die Mitglieder des Schülerparlaments der 3. Klassen, die im kommenden Jahr zusammen mit ihren Klassenkolleg:innen ins zweite Jahr der Kooperation starten werden.
Eingeteilt in zwölf Gruppen entschieden die Schüler:innen sich für eines der fünf Themenfelder des Team Plateau – Energie, Gestaltung des Erholungsraums, Mobilität, Regionalität und Umweltschutz. Danach erhielten sie eine Challenge, die sie in Form eines gebastelten Modells (Prototyp) lösten und anschließend in einem 90-Sekunden Pitch der Jury vorstellten. Die Jury bestand aus TVB-Geschäftsführer Elias Walser, Georgios Chrysochoidis, Bürgermeister der Gemeinde Leutasch, Anton Heufelder, Geschäftsführer des Naturpark Karwendel, Simon Rios-Damerow, KEM-Manager der Region Seefelder Plateau, und Ines Pichler, Wissenschaftlerin und Seefelder Bürgerin.
Zwei Stunden diskutierten, entwickelten und bastelten die Gruppen intensiv an ihren Prototypen und Lösungen. Anschließend präsentierten sie diese und beantworteten mit ihnen unter anderem folgende Aufgaben:
- Wie können wir in unserer Schule Energie sparen und es dabei gemütlich halten?
- Entwickelt einen Sport- und Freizeitplatz, auf dem ihr selbst gern Zeit verbringen würdet.
- Entwickelt ein Ganzjahresangebot, das Gästen UND Einheimischen Spaß macht.
- Wie könnte der Urlaub am Plateau aussehen, dass Gäste ihr Auto gern stehen lassen?
- Wie könnten regionale Lebensmittel für Jugendliche so attraktiv werden wie Fast Food?
- Wie könnten weniger bekannte Orte am Plateau für Gäste so interessant werden, dass sie hingehen?
Die Ideen der 12- bis 14-Jährigen waren spannend und beeindruckend. TVB, Naturpark, Gemeinden und die KEM-Region konnten den Jugendlichen nicht nur wichtiges Feedback geben, sondern auch Inputs für ihre alltägliche Arbeit mitnehmen. „Der Austausch mit der ‚next generation‘ ist wichtig und bereichernd für uns alle“, sagt Nachhaltigkeitskoordinatorin Michaela Kraler, die übers Schuljahr verteilt regelmäßig mit den Jugendlichen zusammengearbeitet hatte. „Ich finde es toll, wie sich die Schüler:innen eingebracht haben und die Zukunft aktiv mitgestalten wollen.“
Auch der Mittelschule Seefeld ist die Kooperation mit dem TVB sehr wichtig. Direktor Siegfried Klotz betonte bei der Abschlussfeier der 4. Klassen die Chance, die diese bietet: „Die Schüler:innen lernen aus erster Hand, was der Tourismus für unsere Region bedeutet und wie sie ihn mitgestalten können; jetzt und vielleicht auch in ihrer beruflichen Zukunft.“
Die Zukunft kann also kommen, umso mehr, wenn wir die „next generation“ aktiv mit an Board haben.