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EINE HEIM-WM ERLEBT MAN NUR EINMAL

Österreichs Super-Adler Stefan Kraft und seine ÖSV-Teamkollegen freuen sich auf das nordische Saison-Highlight in Seefeld und Innsbruck von 19.2. bis 03.03.

Wenn Stefan Kraft über die FIS Nordische Ski Weltmeisterschaft spricht, dann ist ein Glitzern in seinen Augen unübersehbar. "Ich bin überzeugt, das wird ein Riesenerlebnis für die Zuschauer. Auch für uns Sportler wird das eine Megaveranstaltung, eine Heim-WM passiert dir halt nur einmal in der Karriere“, sagte der dreifache Saisonsieger zuletzt im Rahmen des Skifliegens in Oberstdorf. In wenigen Tagen fällt mit der Eröffnungsfeier beim Seekirchl in Seefeld (freier Eintritt) der Startschuss zu diesem zwölftägigen Sportfest der Superlative. Nicht nur für Stefan Kraft die vielleicht einmalige Chance bei einer Heim-WM dabei zu sein. Auch die rot-weiss-roten Sportfans fiebern den insgesamt 22 Medaillenentscheidungen im Skispringen, Langlaufen und der Nordischen Kombination entgegen.

Showdown am Bergisel
Bereits der WM-Auftakt hat aus heimischer Sicht das erste große Highlight zu bieten. Neben den Langlaufbewerben in der WM-Arena in Seefeld, wo unter anderem Teresa Stadlober im 15 km Skiathlon der Damen (Samstag, 23.02.) als Medaillen-Kandidatin an den Start geht, sind die Blicke beim WM-Start vor allem auf den Innsbrucker Bergisel gerichtet. Beim Einzelbewerb auf der Großschanze (Samstag, 23.02.) wollen der dreifache Saisonsieger und WM-Titelverteidiger Stefan Kraft und seine ÖSV-Teamkollegen in ihrem „Wohnzimmer“ ein weiteres Kapitel österreichische Skisprung-Geschichte schreiben. Einen Tag später (Sonntag 24.02.) verwandelt sich der Bergisel erneut in einen stimmungsvollen Hexenkessel, wenn es im Teambewerb um Gold, Silber und Bronze geht. „Diese einmalige Atmosphäre am Bergisel bei einer Heim-WM mitzuerleben, diese Chance lassen wir uns nicht entgehen“, freut sich etwa Thomas aus Aldrans, der mit Familie und Freunden live dabei sein wird, auf eines der großen WM-Highlights, wo noch Karten in allen Kategorien erhältlich sind. Auch die nordischen Kombinierer sind am geschichtsträchtigen Bergisel zu bewundern. Bereits am Freitag (22.02.) gehen die „König des nordischen Sports“ auf der Großschanze in Innsbruck auf Weitenjagd, bevor dann in Seefeld das 10 km Langlaufrennen ansteht.

„Super Tuesday“ in Seefeld
Ein besonderer Leckerbissen erwartet alle Fans am Dienstag (26.02) in Seefeld. Neben dem 10 km Langlauf-Rennen der Damen mit ÖSV-Hoffnungsträgerin Teresa Stadlober kann man auch die besten Skispringerinnen der Welt im Teambewerb auf der Toni Seelos Schanze in der WM-Arena bewundern. Ab 18 Euro (Jugendliche 9 Euro) kann man geballte “Frauenpower“ im Langlaufen und Skispringen erleben. Dazu das einmalige Angebot für Besucher aus Tirol und Bayern, während der gesamten Weltmeisterschaft mit gültigem Ticket alle Öffentlichen Verkehrsmittel (Bus und Bahn/ausgenommen Railjet) am entsprechenden Bewerbstag kostenlos nützen zu können. „Es war uns von Anfang an sehr wichtig mit moderaten Ticketpreisen allen Fans einen Besuch der Weltmeisterschaft zu ermöglichen. Die Mobilitäts-Kooperation mit den ÖBB und dem VVT ist ein wichtiger Mosaikstein in unserem besucherfreundlichen WM-Konzept und stellt nicht nur eine kostenlose, sondern vor allem auch stressfreie An- und Abreise-Möglichkeit sicher“, erklärt WM-Organisationsdirektor Christian Scherer. Auch die zweite WM-Woche ist gespickt mit sportlichen Highlights. So finden in Seefeld binnen sechs Tagen 12 Medaillenentscheidungen (Langlauf/6, Skispringen/4, Nordische Kombination/2) statt. Auch abseits der spannenden Duelle in der Loipe und auf der Schanze dürfen sich die WM-Besucher auf eine unvergleichliche Atmosphäre freuen. Sowohl in der „Nordic Mile“ im Zentrum von Seefeld, wo unter anderem tausende skandinavische Fans für friedliche Volksfeststimmung sorgen werden, als auch bei den feierlichen Siegerehrungen auf der mit Swarovski-Kristallen besetzten Bühne der Medal Plaza (beides nur wenige Meter vom Bahnhof entfernt) erwartet die Besucher weltmeisterliches Flair.

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KABEL AM LAUFENDEN METER

Das freundliche Seefeld in Tirol hat nur bildlich gesprochen eine „lange Leitung“ während der 52. FIS Nordischen Ski WM 2019. Allein für den Pressebereich wurden 22.000 Meter Glasfaserkabel verlegt. Hinzu kommen 7.400 Meter Kabel für temporäre LAN-Zugänge. Damit werden 20 Terabyte Datenübertragung gesichert, wozu 14 LTE small cells das A1 Netz erweitern. Nähmen wir nur die laufenden Meter Glasfaserkabel multipliziert mit Faktor 1.000 zusammen, gelangten wir vom wunderschönen Innsbruck in Tirol Luftlinie sogar noch weiter als bis nach Wellington, der Hauptstadt Neuseelands. Diese ist nämlich „nur“ gut 18.545 km entfernt, dicht an Australien, das doch immer mal wieder von englischsprachigen Menschen mit Österreich (Austria) verwechselt wird. Auch wenn bei uns keine Kängurus hüpfen – Ski-Spinger fliegen ohnehin um so weiter! Die Kabellänge, die für Besucher hier im Winterwunderland Seefelds kaum sichtbar sind, sind doch ein schönes Spiegelbild dieses Events: Sport kann unter Strom setzen – und die Welt verbinden!

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TUNNEL DER ENTSCHEIDUNG

Aber nicht irgendeiner. Dieser Schicksalstunnel spielt für die Sportler der FIS Nordischen Ski WM eine große Rolle. Zwar durchqueren sie ihn während des Wettkampfes immer nur kurz. Aber es sind entscheidende Momente.

Bei der ersten Passage wird der Chip zur Zeitnahme angelegt. Spätestens jetzt schaltet das Denken jedes Athleten auf „Ernstfall“. Wer ab Übermorgen durch diesen Tunnel schreitet weiß: In wenigen Minuten geht es ums Ganze. Heute sind es noch Testläufer, die den gut organisierten Wettkampf sicherstellen.

Der sprichwörtliche Tunnelblick hallt hier von den Steinen der Seitenwände wider. Emotionen, die nur die Sportler selbst in sich spüren und kennen, lässt diese schmale, gut 35 Meter lange Röhre nicht nach Außen. Der Leistungssportler lebt in diesem Moment allein mit ihnen.

Gleich nach dem Wettkampf geht es wieder hier durch – diesmal zur Doping-Kontrolle. Sie wird bei einem sonst alltäglichen Vorgang abgenommen, den jeder mit Erleichterung verbindet – hier wird er die Gefühlslage kaum beeinflussen. Oder doch?

Eine WM – das ist Emotion pur. Dieser Tunnel – so unscheinbar und schmal er in der Berglandschaft Tirols auch wirken mag – ist für alle Sportler hier ein Schicksalstunnel.

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LOKALMATADOR BENJAMIN MOSER

Nur noch wenige Stunden bis zur offiziellen Eröffnung der 52. Nordischen Skiweltmeisterschaft in Seefeld. Mit dem Sprint der Damen und dem Skating Bewerb der Herren stehen schon am 21. Februar die ersten Entscheidungen im Langlauf auf dem Programm. Spartenchef Markus Gandler freut sich auf spannende Wettkamptage und lädt alle Fans ein, zahlreich zu den Bewerben nach Seefeld anzureisen: „Wir begrüßen alle herzlich bei der WM in Seefeld. Auf dieses Großereignis haben sich alle intensiv vorbereitet. Der Heimvorteil ist für die Athleten oft nicht ganz einfach zumal wir ein sehr junges Team haben. Meine Jungs und Mädels sind noch nicht gewohnt vor seiner Kulisse zu stehen. Aber wir sind gut aufgestellt. Wir freuen uns, dass es losgeht und dass jeder dann sagen kann, dass er hart trainiert hat, dass er imstande ist, seine Leistung abzurufen“, betont der Österreicher, der insgesamtzwei Damen und sieben Herren für die WM nominiert hat. 

Zwar kommen mit Therese Johaug und Johannes Høsflot Klæbodie die Topfavoriten aus Norwegen. Die österreichischen Athleten wollen aber vor heimischem Publikum auch voll angreifen. Insbesondere Teresa Stadlober wird nach ihrer vergebenen Medaille in Pyeonchang (als sie voll auf Silberkurs kurz vor dem Ziel falsch abgebogen war) alles geben, um wieder vorne mit dabei zu sein. Auch Dominik Baldauf hofft auf schnelle Genesung von einer momentanen Verkühlung.  

Für den Achenseer Benjamin Moser ist es wiederum etwas ganz besonderes, als Lokalmatador an den Start gehen zu dürfen. „Es ist echt ein Wahnsinn, dass ich hier dabei sein kann. Für mich als Tiroler ist das ein absolutes Highlight. Ob es ein Vorteil ist, kann ich schwer sagen. Aber es ist lässig, wenn viele Leute von daheim da sein werden und ich freue mich auf ein tolles Event. Ich gehe mit einem super Gefühl ran und will 120 Prozent geben.“

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VOLUNTEERS HEUTE UND 1985

Ohne Volunteers geht bei einer Großveranstaltung wie einer Weltmeisterschaft gar nichts mehr. Fleißige Helfer aus aller Herren Länder haben sich auch hier in Seefeld versammelt, um mitzuhelfen, dass diese zweiten nordischen Titelkämpfe nach 1985 zu einem vollen Erfolg werden. Apropos 1985 – vier „Einheimische“, die schon vor 35 Jahren mitgeholfen haben, sind auch heuer wieder mit von der Partie.

Peter Schauer und Günter Hörtnagl sind zwei Seefelder, die auch bei der diesjährigen Auflage der Nordischen Ski-WM wieder alle Hände voll zutun haben, um zum Gelingen des Events beizutragen. Beide sind im Shuttle-Dienst tätig und sorgen dafür, dass Athleten, Funktionäre, Kampfrichter und auch Journalisten zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Dabei hilft ihnen ihre Ortskenntnis ungemein, damit dies während der stressigen Zeit auch stets gelingt.

Im Gegensatz zum Jahr 1985 sieht Günter Hörtnagl die Weltmeisterschaften heuer aus einer anderen Perspektive. Damals war er als Restaurant-Pächter dafür zuständig, dass täglich für das leibliche Wohl von bis zu 600 Personen gesorgt war. Er erinnert sich gerne an die ORF-Legenden wie Teddy Podgorski und Erich Weiss zurück, die damals im Media Center vor Ort waren. Alles, was sich auf den Wettkampfstätten und drum herum abgespielt hat, erlebte er aufgrund der vielen Arbeit damals nicht persönlich mit. Aus diesem Grund ist er froh, dass er heuer eine andere Aufgabe übernehmen darf und so etwas von dem Trubel mitbekommt.

Peter Schauer ist auch ein Seefelder Urgestein, das sogar die in Seefeld ausgetragenen Wettkämpfe der Olympischen Spiele 1964 als Kind miterleben durfte. Im Jahr 1985 wurde er als Mitarbeiter des Rot-Kreuz-Dienstes bei der Nordischen Ski-WM eingesetzt. Im Gegensatz zu Günter Hörtnagl hat er jedoch mehr von den Wettkämpfen mitbekommen als heuer. Bei seiner Tätigkeit als Rot-Kreuz-Helfer erlebte er beispielsweise die Langläufer hautnahe mit, die nach dem Zieleinlauf komplett entkräftet im Zielbereich lagen. Diesen Einblick wird er bei der WM 2019 wohl nicht bekommen.

Beide Alteingesessenen sind froh, dass wieder ein Großereignis in Seefeld stattfindet. Ihrer Meinung nach lebt der Ort von diesen Veranstaltungen, da hier immer wieder Investitionen in die Infrastruktur getätigt werden. Außerdem macht es ihnen großen Spaß, mit Personen aus aller Welt in Kontakt zu kommen. So können sie ihre Fremdsprachenkenntnisse wieder einmal auffrischen. Zwar war die Weltmeisterschaft 1985 ihrer Meinung nach familiärer, trotzdem sind sie auch heuer wieder topmotiviert, um die WM zu einem vollen Erfolg zu machen.

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GROßE VORSCHUSSLORBEEREN FÜR SEEFELD

Wenige Stunden vor der offiziellen Eröffnung der 52. Nordischen Skiweltmeisterschaften in Seefeld hatten FIS-Präsident Gian Franco Kasper, ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel und Seefeld Bürgermeister Werner Frießer im Medienzentrum Statements zu den Titelkämpfen verkündet und sich den Fragen der internationalen Presse gestellt.

FIS-Präsident Gian Franco Kasper absolviert seit Mittwoch in Seefeld die zweiten Weltmeisterschaften in Serie. „Der ÖSV und Seefeld haben herausragende Arbeit geleistet und beste Bedingungen geschaffen“, erklärte Kasper vor der Eröffnungsfeier. ,,Ich bin  zuversichtlich, dass es eine sehr gute, wenn nicht perfekte WM wird“, so der Schweizer. ÖSV-Chef Peter Schröcksnadel wiederum betonte, man habe alles getan, um sehr gut vorbereitet zu sein. „Ich hoffe auf faire und unfallfreie Titelkämpfe“, sagte der Tiroler.

Prof. Peter Schröcksnadel:
„Seefeld ist einer der schönsten Orte Österreich und wir bedanken uns ganz herzlich für die Bereitschaft der Gemeinde Seefeld, Gastgeber sein zu dürfen. Wir sind sehr stolz, dieses Event auszutragen zu dürfen und ich möchte deponieren: wir sind bereit!

707 Sportler sind für die einzelnen Konkurenzen gemeldet, wir freuen uns sehr auf spannende, faire Wettkämpfe und ein Sportfest für alle!

Gian Franco Kasper:
„Ich war überzeugt, als ich vor nur zwei Tagen aus dem schwedischen Aare, Schweden zurück gekommen bin, dass  wir werden hier in Seefeld in den nächsten zwei Wochen ein Wintermärchen des Sports feiern werden. Die Erwartungen sind selbstverständlich sehr hoch – aber hier in Tirol, da bin ich sehr sicher, werden wir eine hervorragende, wenn nicht grandiose Veranstaltung haben!“

Werner Frießer:
„Ich kann ihnen sagen, der Startschuss für die Qualifikationsläufe im Langlauf waren ein sehr emotionaler Moment für mich. Ich war dabei und hatte Tränen in den Augen, als die ersten Läufer in die Loipe gingen. Wir alle hier im Ort haben während der Vorbereitung diesem Event entgegen gefiebert und sind jetzt wirklich sehr glücklich, dass es losgeht!“

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KRAFT & CO. SCHÜREN AM BERGISEL DIE MEDAILLEN-HOFFNUNGEN!

Von der Schulbank an den Schanzentisch lautete das Motto für Lokalmatador Philipp Aschenwald beim zweiten Training der Spezialspringer am Bergisel. Nach bestandener Englisch-Prüfung freute sich der Tiroler wieder vom Bakken zu gehen und zeigte mit Platz drei und fünf auch gleich, dass mit ihm bei der WM vor heimischer Kulisse zu rechnen ist. „Klar springe ich lieber, als in der Klasse zu sitzen“, kommentierte der 23-Jährige seinen Einsatz. „Es ist wirklich lässig hier dabei zu sein. Der Bergisel und Seefeld – das sind tolle Locations, es gefällt mir,  hier an den Start zu gehen. Ich freu mich schon auf zwei super Wochen.“

Mit Unterstützung der jubelnden Massen weit nach vorne zu springen, bleibt das Ziel für das ganze ÖSV-Team. Um dafür noch etwas Kraft zu tanken, waren die Schützlinge von Cheftrainer Andreas Felder deshalb auch erst in das zweite Training eingestiegen und ließen tatsächlich mit positiven Ergebnissen aufhorchen. 

Besonders erfreulich: Daniel Huber sprang auf die Plätze neun und zwölf, Michi Hayböck wiederum gleich zweimal auf Rang vier. Nicht zu vergessen natürlich Titelverteidiger Stefan Kraft, der seine Favoritenrolle unterstrich: 130 Meter im zweiten Durchgang bedeuteten für den Pongauer Platz zwei – nur Überflieger Ryoyu Kobayashi (Sieger aller vier Springen der vergangenen Vierschanzentournee) schaffte noch zwei Meter mehr.

Doch die Konkurrenz schläft nicht. Ganz stark im zweiten Training die deutsche Mannschaft mit Karl Geiger und Markus Eisenbichler an der Spitze, während die Polen am Donnerstag pausierten. 

Bevor es jedoch um Medaillen geht, steht am Freitag der Qualifikations-Durchgang auf dem Programm. Da starten für den ÖSV dann Stefan Kraft, Michael Hayböck, Philipp Aschenwald, Daniel Huber und Routinier Manuel Fettner, der sich gegen WM-Neuling Jan Hörl durchsetzen konnte und das WM-Aufgebot für Samstag komplettiert.

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DIE PERFEKTE WM-STRECKE - MARTIN TAUBER WEIß, WIE ES GEHT

Martin Tauber – Ex-Weltcup-Langläufer und Langlaufschulleiter aus Seefeld – ist für die Präparierung der Langlaufstrecken dieser Nordischen Weltmeisterschaft verantwortlich. Im Gegensatz zu vielen anderen Personen, freute er sich über den Regen am Freitag: „Der Regen heute ist super! Es gibt eine Süd- und eine Nordseite auf der Strecke. Bis gestern war die Nordseite sehr trocken. Daher war es für die Serviceleute sehr schwierig, die richtige Abstimmung der Skier zu finden.“ Nun ist die gesamte Strecke feucht und so ist es wesentlich angenehmer, die richtige Entscheidung für das Material zu finden.

Durch jahrelange Erfahrung weiß Tauber ganz genau, was notwendig ist, um eine perfekte Strecke für die Athletinnen und Athleten vorzubereiten. Mit den acht fast 500 PS starken und jeweils etwa 380.000 Euro teuren Pistengeräten legt Taubers Team täglich eine Strecke von fast 300 Kilometern zurück. „Wir fahren jeden Tag von Innsbruck nach Bardolino (Gardasee)“, stellt der Hauptverantwortliche den Vergleich her. Die Arbeit beginnt jedoch erst in den Abendstunden, nachdem die letzten Trainings und Wettkämpfe abgeschlossen sind. Bis in die Nachtstunden hinein, laufen die Vorbereitungen für den nächsten Tag. Danach erhält der Schnee gleichsam Zeit zu ruhen. „Durch die mechanische Bearbeitung verlieren die Schnee-Moleküle die Verbindung zueinander. Um wieder Brücken bilden zu können, benötigt der Schnee bis zu acht Stunden. Bei den aktuellen Temperaturen von etwa Null Grad Celsius dauert der Vorgang - bei klarem Himmel - sechs Stunden.“

Bereits jetzt steht fest, dass das Team rund um Martin Tauber sehr gute Arbeit leistet. Die Vertreter vieler Nationen haben ihr Lob ausgesprochen. Dies ist vor allem einer neuen Entwicklung zu verdanken. Diese Veränderung an den Matten der Präparationsgeräte führt dazu, dass ein verbessertes Spurbild zustande kommt. Was die Aktiven natürlich freut, denn in der Vergangenheit  ist es immer wieder vorgekommen, dass Sportlerinnen und Sportler mit den Skiern in den Rillen verkantet und gestürzt sind.

Befürchtungen, dass es aufgrund der erwarteten Temperatursteigerung Probleme mit der strecke geben könnte, wiegelt Tauber ab. „Da der Schnee sehr grobkörnig ist, ist er auch strapazierfähig. Einzig gegen Ende der Weltmeisterschaften könnte das frühlingshafte Wetter zu weicheren Pisten führen. Da haben wir vorgesorgt, dafür liegen rund 800 Kilogramm Salz auf Lager.“

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ADAM MALYSZ: ERNINNERUNGEN KEHREN ZURÜCK

Adam Małysz gehört zu den erfolgreichsten Sportlern in der Geschichte des Skispringens. Allein sechs Medaillen konnte er bei Weltmeisterschaften gewinnen, 2003 wurde er sogar Doppelweltmeister. Nach seinem Rücktritt aus dem Skisprungsport war der Pole zunächst als Rallyefahrer unterwegs. Seit einigen Jahren ist er nun als Sportdirektor und Koordinator für den polnischen Skiverband tätig. Kurz vor der ersten WM-Entscheidung im Skispringen erzählte der 41-Jährige von seinen Aufgaben im polnischen Team, erinnerte sich an seine Erfolge zurück und verriet uns, dass mit den Österreichern am Bergisel zu rechnen ist.

Was für ein Gefühl ist es, bei der WM nun nicht mehr als Aktiver, sondern in leitender Funktion dabei zu sein?

„Ich war ja schon 2017 in Lahti als Funktionär dabei. Es ist also nichts Neues, macht aber immer wieder Spaß bei so einem Großereignis dabei zu sein. Ich bin als Sportler zwar nicht mehr aktiv, fühle mich aber wohl in meiner unterstützenden Funktion und bin dem Skispringen weiterhin eng verbunden. Jeder Erfolg unserer Jungs macht mich unglaublich stolz.“ 

Was sind Ihre Aufgaben als Sportdirektor und Koordinator?

Im polnischen Skiverband bin ich für die Spezialspringer und die Nordischen Kombinierer verantwortlich, also insgesamt für drei Gruppen: die Damen und Herren im Skispringen sowie die Herren in der Kombination. Da gibt es immer viele Verpflichtungen. Als wir in Österreich ankamen, hatte ich alle Hände voll zu tun. Der erste Tag hier in Tirol war organisatorischen Aufgaben gewidmet. Ich musste die Akkreditierungen und die Parkplatzberechtigungen abholen, unsere Funkverbindung kontrollieren und so weiter… 

Sie standen bei Weltmeisterschaften oft auf dem Podium. Erinnert man sich dann besonders intensiv? 

Eine WM ist immer etwas ganz Besonderes und die Erinnerungen daran bleiben natürlich ewig. Bei Olympia ist es mir nie gelungen, eine Medaille zu erkämpfen, aber von den Weltmeisterschaften habe ich doch einige mitgebracht. Der Bergisel in Innsbruck gehörte immer zu meinen Lieblingsschanzen. Deshalb freue ich mich, dass ich wieder hier bin und die Erinnerungen besonders intensiv zu spüren sind.

Die Schanze am Bergisel ist technisch recht anspruchsvoll. Wen zählen Sie zu den Favoriten?

Es gibt mehrere Medaillenanwärter. Auf jeden Fall gehört Ryoyu Kobayashi dazu, der führt ja auch im Weltcup. Unsere Mannschaft ist ebenfalls sehr stark, vor allem Kamil Stoch, Piotr Żyła und Dawid Kubacki. Nicht zu vergessen der Deutsche Markus Eisenbichler, der auf hohem Niveau springt - allerdings schleichen sich bei ihm manchmal Fehler ein. Und natürlich muss man mit den Österreichern rechnen! Stefan Kraft ist einer der größten Favoriten für den Sieg. Er kennt die Schanze sehr gut und kann sich der Unterstützung der österreichischen Fans sicher sein.  

Außer Ihnen haben es bisher nur vier weitere Skispringer geschafft, Doppel-Weltmeister zu werden. Was ist das für ein Gefühl, diesem Kreis anzugehören? 

Ein wunderbares, das lange anhält! So etwas zu erreichen, ist ja nicht einfach. Man muss wirklich in richtig guter Form sein. Es geht nicht nur um gute Sprünge, auch die Bedingungen müssen stimmen, man muss gut geschlafen haben und, und, und…Erst wenn das alles passt, kann man alles geben. Und das Gefühl, dass es wie am Schnürchen läuft, gibt dann nochmal richtig Energie. 

Nach seiner erfolgreichen Saison 2016/2017 hat Stefan Kraft gesagt, er sei stolz, nun zum gleichen Kreis zu gehören wie sein großes Idol Adam Malysz. Sind Sie schon an solche Vergleiche gewöhnt?

Es ist immer noch sehr schön, solche Worte zu hören und macht mich stolz. Dass so viele Springer in mir ein Vorbild gesehen haben, jetzt selbst Medaillen gewinnen und zu Idolen geworden sind, ist großartig.

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HIER SPIELT DIE MUSIK - IMPRESSIONEN AUS DEM ÜBERTRAGUNGSWAGEN

Das optische Herz der WM schlägt in einem von außen fast unscheinbaren Übertragungswagen. Damit Zuschauer in aller Welt bei jedem Wettkampf live dabei sein können, spielt quasi ,,hier die Musik“. Gleich neben Fans, die Sportler lautstark auf den Tribünen unterstützen, bestimmt eine Stimme in der Regiezentrale konzentriert den Puls. 

Der Regisseur hält bei Übertragungen die Fäden in der Hand. Bei der WM ist es Michael Kögler. Der Mann vom ORF ist schon lange dabei. Gut 20 internationale sportliche Großveranstaltungen wie Olympische Spiele und Weltmeisterschaften hat er bis jetzt schon gemeistert. Erstaunlich gelassen wirkt er bei aller Konzentration. Doch spannend sei es immer: „Es ist jedes Mal eine schöne und natürlich sehr verantwortungsvolle Aufgabe. Schließlich soll das, was wir hier machen, allen etwas bringen.“

Was vom Ü-Wagen aus in die Welt hinaus geht, ist in sich ein konzertantes Meisterwerk. 125 Kameras bilden sozusagen die Gesamtbesetzung des Fernseh-Orchesters. Allein bei den Skisprung-Arenen Bergisel und Seefeld sind 30 davon im Einsatz, beim 15 km-Skiathlon der Damen und den 30 km der Herren sogar 65. ,,Wort und Auge“ des Regisseurs schwingen für alle den Taktstock. „Meine Devise ist immer: Es muss Spaß machen – und zwar für alle“, so Kogler. Spaß hat er sichtlich mit den Kameramännern an der Strecke, acht Superzeitlupenkameras, zwei Drohnen, den sechs Kränen und der an einem Zeppelin in luftiger Höhe von 250 Metern platzierten Übersichtskamera. Hand in Hand ist laut Kogler nicht nur das Motto der WM, sondern auch jenes jeder Übertragung. Im Kamerateam sind 10 Nationen vertreten. Der Regie-Dirigent betont: „Es ist immer Teamarbeit!“ Da lacht Bildmeisterin Gaby Schmitz-Westhofer und ergänzt: „Bei uns beiden sind es schon 25 Jahre – wie bei einem alten Ehepaar!“ Und gemeinsam mit Regieassistent Markus werden hier inmitten der Bildschirme, Regler und Signale bis zum Ende der WM weiter die Register gezogen.

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SEEFELD 2019 - MIT VORREITERROLLE FÜR NACHHALTIGE EVENTS

Bühne Wintersport – Was macht Sportgroßveranstaltungen wie die FIS Nordische Ski WM in Seefeld zu interessanten Schauplätzen für internationale Marken? So lautete die Frage beim Wirtschaftstalk im Tirol Berg Studio. Wo sonst die Medaillengewinner vor laufenden Fernsehkameras von ihren Erfolgen berichten, fanden sich am wettkampffreien Tag Vertreter der großen Markensponsoren und diskutierten über das Potential, sich bei einer WM präsentieren zu können.

„Diese Veranstaltung ist ein Schaufenster für die Welt und bringt hoffentlich viele Menschen dazu, die Natur schätzen zu lernen und dann auch zu schützen.“, erläuterte Anton Seeber, von LEITNER ropeways. „Bei solchen Großveranstaltungen können wir uns prüfen und neue Technologien entwickeln. Es ist also ein langfristiger wirtschaftlicher Kreislauf“, so der CEO des im Seilbahnbau führenden Unternehmens aus Sterzing.

Wenn es dem Wintersport gut geht, geht es vielen Drumherum gut, waren sich die Diskutanten einig: Hotels werden modernisiert, Besucher werden angezogen, Skigebiete erneuert. Gerade in der heutigen Zeit des voranschreitenden Klimawandels sei dabei Nachhaltigkeit gefragt! Als Beitrag zu einer umweltfreundlichen WM ist deshalb auch die Anreise mit der Bahn und die Unterstützung durch die ÖBB wichtig.

Mit Nachhaltigkeit in die Zukunft – hierfür will jeder einzelne der Sponsoren stehen und dies auch der Welt präsentieren. Allen voran Presenting Sponsor Stora Enso. „Eine niedrige siebenstellige Summe“ hieß es, habe das schwedisch-finnische Unternehmen zur Unterstützung der WM in Seefeld insgesamt in die Hand genommen. Das zweitgrößte Forstunternehmen der Welt spezialisiert sich auf umweltfreundliches Papier und Verpackungsmaterialherstellung. In Seefeld und Tirol sieht es einen idealen Standort um das Firmenkonzept zu öffentlich zu präsentieren: 

„In Tirol gibt es wunderbare Wälder. Unser Unternehmen passt also gut hierher. Wir können hier den vielen Besuchern zeigen, wie wir in Zukunft durch den Einsatz von Holz fossile Materialien ersetzten können“, so Jari Suominen, Executive Vice President des traditionsreichen Unternehmens. Dieses bietet während der WM sogar spezielles Holzfaserbesteck an, das in extra Containern gesammelt und dann recycelt wird.

Das Konzept der Nachhaltigkeit für die Zukunft unterstrich ebenfalls ÖSV- Generalsekretär Klaus Leistner, der auch die Wichtigkeit des finanziellen Gewinns betonte. Dies sei nötig, um auch nach der WM mit der Entwicklung des Sports weitermachen zu können.  

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ERFAHRUNG PUR FÜR EINEN FAIREN WETTKAMPF

Um faire Medaillenentscheidungen während der 52. FIS Nordischen Ski Weltmeisterschaft 2019 in Seefeld gewährleisten zu können, werden zahlreiche Wettkampfrichter eingesetzt. Drei äußerst erfahrene Vertreter sind Otto Neuhauser, Herbert Kury und Konrad Liegl. Die Herren sind allesamt Mitglieder des Sportvereins Scharnitz und unterstützen den Skiclub Seefeld bereits lange Zeit bei der Durchführung von sportlichen Ereignissen.

Otto Neuhauser ist wohl der Erfahrenste der drei, denn er war bereits bei den Olympischen Spielen 1964 im Einsatz. Als Teil des Spurkommandos war er damals für die perfekten Langlaufstrecken mitverantwortlich. Anfang der 1980er entschied er sich jedoch, künftig als Kampfrichter an Nordischen Wettkämpfen mitzuwirken. Erster Einsatz im neuen Aufgabenbereich? Die Nordische Ski-WM 1985 - als Kontrollposten auf der Strecke.

Wie sein Freund Neuhauser ist auch Herbert Kury seit Anfang der 1980er Jahre als Kampfrichter tätig. Er erinnert sich an eine spannende Anfangszeit zurück, in der viele Vorgänge noch von Hand durchgeführt werden mussten. Heute geschieht die Zeitmessung ganz automatisch. Kury erzählt, dass er die Zwischenzeiten von Spitzenathleten wie Gunde Svan mit einer Stoppuhr händisch nehmen musste. Angesichts der Topleistungen, die diese Athleten erbrachten, stellte sich dies oftmals als nicht so einfach dar.

Der Dritte im Bunde, Konrad Liegl, stellt dem Skiclub Seefeld bereits seit 1976 seine Dienste zur Verfügung. Damals noch als Kontrollposten an der Strecke eingesetzt, war er bei der WM 1985 als Kampfrichter im Startbereich tätig. Auch er erinnert sich gerne an die Anfangsjahre zurück und, einmal ins reden gekommen, erzählte er, dass es damals kaum Absperrungen gab, die Fans und Athleten voneinander trennten. Zuschauer durften sich entlang der Strecken positionieren. Das hieß, Kampfrichter warfen auch ein Auge darauf, dass kein Sportler in irgendeiner Weise behindert wurde.

Aktuell – also bei der Weltmeisterschaft 2019 sind die drei ,,Veteranen“ wieder als Kampfrichter eingesetzt. Die Berufsbezeichnung mag dieselbe geblieben sein, doch die Tätigkeit gestaltet sich aufgrund zahlreicher Änderungen in den letzten Jahrzehnten heutzutage anders. Einerseits ist es durch die optische Zeitmessung nicht mehr notwendig, dass eine große Anzahl an Kampfrichtern im Startbereich anwesend ist. Auf der anderen Seite sind auch die Produzenten von Fernsehbildern froh, wenn dieser Bereich dünn besiedelt ist, um so den Fokus auf die Athleten legen zu können.

Trotz der Neuerungen der Neuzeit macht Otto Neuhauser, Herbert Kury und Konrad Liegl ihre Arbeit nach wie vor unheimlich viel Spaß. Als große Befürworter dieser Weltmeisterschaft sind sie froh, wieder Teil sein zu dürfen und werden auch in Zukunft bereit sein, wenn der Skiclub Seefeld ruft.

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ZURÜCK ZU DEN WURZELN

Mit knapp 1500 m über dem Meeresspiegel bietet der Gschwandtkopf eine Adlerperspektive auf das Inntal. Gut erreichbar mit Sessel- und Schleppliften von Seefeld und Mösern aus, verschafft er derzeit auch den atemberaubenden Blick von oben auf die WM Arena!

Seefeld, bekannt als Wiege des Langlaufs, hat mit den alpinen Pisten hier auch Abfahrts-Fans etwas zu bieten: Genau genommen ist Alpin-Ski der große Bruder der Langlauf-Skiregion – und die alpinen Pisten die eigentlichen Wurzeln des Skifelds Seefeld! Nordischer und Alpiner Skisport leben hier das WM-Motto „Hand in Hand“: Gschwandtkopf, Sportalm und Sonnenalm sowie Edelhütte setzen auf Tradition und Spaß mit vielen  neuen Ideen – mit Klasse statt Masse.

Skifahren mit Genuss wird gerade am Gschwandtkopf „groß geschrieben“ – ein perfektes Skigebiet für die ganze Familie. Während Mutter sich in der Loipe und Vater bei der Abfahrt fit hält, der coole Junior lässig auf dem Snowboard brettert, rodelt die kleine Lisa vergnügt einen Hügel herunter – und Oma schaut sonnenbebrillt beim Apfelstrudel von der Terrasse der Sportalm aus zu. Mit diesem Ski-Gesamtpaket treiben die Wurzeln der Ski-Region neu aus.

Der Ansatz kommt nicht von ungefähr: Bereits in 3. Generation ist Familie Schneider Besitzer des Bergareals mitsamt Liftanlage. Leonie Schneider ist Prokuristin, Vater Wolfgang Eigentümer. In den 50er Jahren hatte Leonies Großvater Richard, damals als Betriebsleiter tätig, den alten Lift am Gschwandtkopf gekauft. Eine gewaltige Investition. Dann ging es Schlag auf Schlag, Opa Richard erfand die einst nach ihm benannte Schneider-System-Klemme: Heute gehören Schutzklemmen zu jeder Liftanlage – damals war es ein Durchbruch in Sachen Sicherheit am Seil. „Das Ergebnis intensiver Nachdenkarbeit und zusammengebaut in der Schlosserhalle der Talstation“, so Leonie.

Und wenn in diesen Tagen der Nordischen Weltmeisterschaften der Blick von ,,Gschwandt“, wie der Alpin-Berg in Kurzform heißt, Richtung Loipe und voller Tribüne ,,schwenkt“, dann sollte man wissen, dass schon Ende der 50er Jahre die damals legendären „Silberkugelrennen“ u. a. mit Toni Sailer hier stattgefunden haben.

Heute ist der Gschwandtkopf nicht nur ein Skigebiet für die ganze Familie, sondern vor allem bei unseren Deutschen Nachbarn als Rennstrecke sehr beliebt. Woche für Woche werden hier Klubrennen gefahren, zweimal wurden hier Deutsche Alpine Meister in RTL ermittelt, und so manches Profiteam schätzt den Gschwandkopf als Trainingsstrecke. Toni Seelos, Seefelder Skilegende, mehrfacher Weltmeister und Erfinder des Parallelschwunges, war ein Vorreiter, Ingemar Stenmark trainierte hier, die Damen des US-Ski-Teams mit Lindsey Vonn, oder aber auch Alexis Pinturault ,,feilte“ am Gschwandtkopf immer wieder an der Feinabstimmung.

Voller Ideen blickt Leonie Schneider für das Familienunternehmen in die Zukunft. Kreativität liegt ihr ja im Blut: Zusammen mit ihrem Cousin, der den technischen Teil der Anlage managt, plant sie schon für die Zeit nach der Nordischen Ski WM. Eine alpine Ski Show wird das nächste Highlight sein. Feuerwerk, Raketen-Rucksack und Fackellauf feiern dann am 5.3. in neuer Frische die alpine Wurzel dieser Skiregion für alle Wünsche.

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EIN KÖNIGLICHES ZELT FÜR KÖNIGLICHE GÄSTE

Für ihre Zelte und Gastfreundschaft sind Beduinen weltweit bekannt. Gerade deren Könige leben und empfangen Gäste in Riesenzelten. Eines steht derzeit auch in Seefeld und dreht sich ganz um‘s Thema Gastfreundschaft. Hier trifft sich während der rund 14 Tage die Welt des Sports; mitten in der WM Arena.

Es ist DER Rückzugs- und Erholungs-Hot-Spot für Sponsoren, Prominente und hochrangige Weltmeisterschaftsbesucher.

Als Zeremonienmeister fungiert Florian Steinkogler. Viel Zeit für ein Gespräch ist nicht. Der Koordinator für Verpflegung/Hospitality im LOC-Organisationsteam des ÖSV und Seefelds ist mitverantwortlich dafür, dass in dieser ,,Herberge“ am Rand der Loipen alles funktioniert. Doch für ein kurzes Interview, wie denn das alles reibungslos hinzubekommen ist, nimmt sich der junge Mann gerne Zeit. Standesgemäß auf der mit Swarovski-Steinen bestickten Designer-Couch; ein echtes Unikat, das im VIP Bereich gleichsam glänzt. Gleich neben einer alten Seilbahn-Gondel. Edel und heimelig Seite an Seite.

Das gastliche Zelt ist straff konzipiert. Neben dem VIP-Bereich teilen sich Gold- und Silberbereich das Zeltdach. Gut 350 Plätze bietet der Silber-, stattliche 800 der Goldteil bei maximaler Auslastung. Der für hochrangige Ehren- und besondere Gäste erstellte VIP-Teil gibt mit seinen gut 80 Plätzen als Café und Bar konzipiertem Ambiente bspw. den Königspaaren von Norwegen und Schweden einen Zwischenraum der Extraklasse. „So ein spezieller Luxus wird nicht immer bei solchen Sportveranstaltungen geboten“, weiß Steinkogler.

Überraschungen gab es naturgemäß: „Als wir im Juli 2018 das Gesamtkonzept planten, war dieses Zelt zunächst anders gedacht“, so Steinkogler, „Aber dann kamen so viele Anmeldungen für den Gold-Status, bei dem in der WM-Eintrittskarte auch volle Kulinarik enthalten ist, dass wir darauf reagieren mussten – und wenn sich auch noch königliche Gäste und hochrangige Besucher ansagen, müssen einfach neue Strukturen geschaffen werden.“ So wurde die Versorgung der Athleten wettkampfnah an der Loipe bzw. den Sprungschanzen ausgelagert. Die rasant steigende Nachfrage im Vorfeld, ließ den Goldteil noch während der Aufbauphase immer größer werden.

Im Zelt bestimmt Naturholz, ganz heimatverbunden, die edlen Tische, Bars und Thekenbauten. Schaffelle und Schmuckstücke von Künstlern der Region runden das elegante Flair ab. Echt Tirolerisch mit Extraklasse.

Logistik ist ein echter Kraftakt: Täglich sind Lebensmittel und Getränke in ausreichender Menge vorhanden, „Immer frisch, immer im großen Sortiment und stets in exzellenter Qualität!“, betont der Koordinator.

Lässt sich Nachhaltigkeit mit Event-Catering vereinbaren? „Wir versuchen auch da Zeichen zu setzen: Ob Obst, Nudeln oder Fleisch – alles ist von regionalen Produzenten. Bewusst haben wir auf die ansonsten üblichen weißen Überzieher verzichtet.“ Die edlen Holztische lassen die sonst mehrfach täglich notwendige Wäsche entfallen. ,,Das ist umweltfreundlicher“, so Steinkogler. Als nachhaltig ist auch die gute Zusammenarbeit mit lokalen Tourismus-Fachhochschulen zu sehen; und auf gut geschulten Fachkräfte ist Verlass – zumal viele der angehenden Absolventen selbst aus dem Gastronomiegewerbe stammen und daher wissen, wie erlauchten Gästen diskret und angemessen zu begegnen ist. Sichtlich froh über die „weltmeisterliche Zusatzausbildung“ zeigt sich, als eine unter vielen, auch Dajana Prantl vom Gasthof Dollinger in Innsbruck. „Es ist eine tolle Sache hier bei der WM dabei sein zu können – das haben nicht alle Schulen auf dem Studienplan!“

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SEEFELD 2019 - NICHT NUR NACHHALTIG; SONDERN AUCH REINLICH

Ein Großevent braucht viele fleißige Helfer, damit am Ende alles wie am Schnürchen läuft. Und auch wenn der Sport bei einer Weltmeisterschaft natürlich an erster Stelle steht, gehören Tausende an Details bedacht, damit sich vom Athleten bis hin zum Zuseher alle jederzeit wohlfühlen. Fast unbemerkt sind deshalb von früh bis spät fleißige Helfer im Einsatz und schaffen es „Hand in Hand“ mit vereinten Kräften, dass alles rund herum in reinlichem Glanz erstrahlt. Eine wichtige Aufgabe übernimmt dabei der „ISS Facility Service“. Fast eine halbe Million an Mitarbeitern arbeitet weltweit für das Unternehmen. Allein in Tirol sind es gut 550 Fachkräfte, die für Service in Reinigung, Catering, Sicherheit und Reinlichkeit sorgen. Ein Teil von ihnen ist nun auch in Seefeld im Einsatz.

Bereits um 6 Uhr in der Früh starten dafür die fleißigen Servicekräfte vom „ISS Facility Service“ in den Arbeitstag. 46 Mann wirken rund um die Uhr diskret im Hintergrund dafür, dass sich jeder wohl fühlt. Und das ist gar nicht so einfach, schließlich heißt es von der WM-Halle bis zur Skisprung- und Langlaufarena ein ganzes Areal im Auge zu behalten. Allein vom Aufzählen wird einem schwindlig, was alles im Blick zu behalten ist: vom Sprungturm an der Schanze, über die TV-Kabinen des ORF, die FIS-Container, den Bereich des Athletencatering samt königlicher Lounge für Norwegens König Harald hin zu FIS-Containern, Schanzen-Sprungturm und den Dixi-Toiletten weit hinten im Wald. 

Damit alles Top läuft endet der Arbeitstag auch erst spät nach Mitternacht. Da ist gute Koordination des Teams nötig. Dafür verantwortlich ist von früh bis spät Herbert Ramsbacher, ISS WM-Koordinator. Einst selbst als Profi unter anderem beim FC Wacker Innsbruck aktiv, weiß er genau, worauf zu achten ist. „Für mich ist es ein Vorteil, dass ich selbst aus dem Sportbereich komme. Ich kenne den Betrieb von innen und kann mich deshalb auch leichter auf die ganze Situation einstellen“, so der Tiroler, der sein Team schon auf weitere Großveranstaltungen vorbereitet. Dass seine Mitarbeiter trotz der vielen Arbeit Spaß haben, freut ihn besonders: „So ein Event hinter den Kulissen mitzuerleben und den Sportlern hautnah sein zu dürfen, das ist für alle im Team ein Highlight!“