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DIE PERFEKTE WM-STRECKE - MARTIN TAUBER WEIß, WIE ES GEHT

Martin Tauber – Ex-Weltcup-Langläufer und Langlaufschulleiter aus Seefeld – ist für die Präparierung der Langlaufstrecken dieser Nordischen Weltmeisterschaft verantwortlich. Im Gegensatz zu vielen anderen Personen, freute er sich über den Regen am Freitag: „Der Regen heute ist super! Es gibt eine Süd- und eine Nordseite auf der Strecke. Bis gestern war die Nordseite sehr trocken. Daher war es für die Serviceleute sehr schwierig, die richtige Abstimmung der Skier zu finden.“ Nun ist die gesamte Strecke feucht und so ist es wesentlich angenehmer, die richtige Entscheidung für das Material zu finden.

Durch jahrelange Erfahrung weiß Tauber ganz genau, was notwendig ist, um eine perfekte Strecke für die Athletinnen und Athleten vorzubereiten. Mit den acht fast 500 PS starken und jeweils etwa 380.000 Euro teuren Pistengeräten legt Taubers Team täglich eine Strecke von fast 300 Kilometern zurück. „Wir fahren jeden Tag von Innsbruck nach Bardolino (Gardasee)“, stellt der Hauptverantwortliche den Vergleich her. Die Arbeit beginnt jedoch erst in den Abendstunden, nachdem die letzten Trainings und Wettkämpfe abgeschlossen sind. Bis in die Nachtstunden hinein, laufen die Vorbereitungen für den nächsten Tag. Danach erhält der Schnee gleichsam Zeit zu ruhen. „Durch die mechanische Bearbeitung verlieren die Schnee-Moleküle die Verbindung zueinander. Um wieder Brücken bilden zu können, benötigt der Schnee bis zu acht Stunden. Bei den aktuellen Temperaturen von etwa Null Grad Celsius dauert der Vorgang - bei klarem Himmel - sechs Stunden.“

Bereits jetzt steht fest, dass das Team rund um Martin Tauber sehr gute Arbeit leistet. Die Vertreter vieler Nationen haben ihr Lob ausgesprochen. Dies ist vor allem einer neuen Entwicklung zu verdanken. Diese Veränderung an den Matten der Präparationsgeräte führt dazu, dass ein verbessertes Spurbild zustande kommt. Was die Aktiven natürlich freut, denn in der Vergangenheit  ist es immer wieder vorgekommen, dass Sportlerinnen und Sportler mit den Skiern in den Rillen verkantet und gestürzt sind.

Befürchtungen, dass es aufgrund der erwarteten Temperatursteigerung Probleme mit der strecke geben könnte, wiegelt Tauber ab. „Da der Schnee sehr grobkörnig ist, ist er auch strapazierfähig. Einzig gegen Ende der Weltmeisterschaften könnte das frühlingshafte Wetter zu weicheren Pisten führen. Da haben wir vorgesorgt, dafür liegen rund 800 Kilogramm Salz auf Lager.“